Debian auf virtuellen Maschinen installieren


Die Installation eines Debiansystems auf virtuellen Maschinen gestaltet sich recht einfach und geht schnell. Im Folgenden sehen wir beispielhaft den Installationsprozess von Debian 7.8 (64 Bit).

Vorbereitung
Zunächst erstellen wir einen virtuellen Computer in HyperV (siehe dortige Anleitung für genauere Instruktionen).
Da Debian aktuell mit 3 Installations-DVD kommt habe ich alle 3 .iso Dateien für den neuen Rechner als virtuelles Laufwerk angelegt.

Grundkonfiguration
Nach dem Hochfahren der neuen virtuellen Maschine sollte direkt von virtueller DVD ins Debian Installations-Boot-Menü gebootet werden. Wir wählen hier die Option Install.
Als nächste wählen wir die gewünschte Sprache aus (am SPZ i.d.R. Deutsch).
Weiter geht es mit Tastaturlayout.

Netzwerk einrichten
Im nächsten Schritt wählen wir den Rechnernamen. Hier bietet sich für Server die gängige Nomenklatur mit spz plus letzte Ziffern der IP an, also etwa spz15.
Die Domäne ist spz.hu-berlin.de

Benutzerkonto und Passwörter
Als nächstes wird zunächst das Root-Password festgelegt. Dieses sollte man sich logischerweise gut merken.
Außerdem sollte man auf jeden Fall noch ein normales Benutzerkonto einrichten, damit man nicht ständig als root eingeloggt ist.

Partitionierung
Diese an sich immer etwas heikle Thema ist bei virtuellen Rechnern erfreulich unkompliziert. Wir wählen hier einfach den auch standardmäßig ausgewählten Punkt Geführt - Vollständige Festplatte verwenden.
Im nächsten Punkt ist das Partitionierungsschema auszuwählen. Für unsere Zwecke reicht i.d.R. die Standardvariante Alle Dateien auf eine Partition.
Im nächsten Fenster wird nochmal alles zu partitionierende in de Übersicht dargestellt. Wir überprüfen, ob alles seine Richtigkeit hat, und wählen Partitionierung beenden und Änderungen übernehmen.

Paketmanager konfigurieren
Da wir ein möglichst schlankes System bevorzugen können wir hier auf die Verwendung zusätzlicher Installationsmedien getrost verzichten und wählen Nein.
Auch bei der Frage nach dem Netzwerkspiegel lehnen wir freundlich mit Nein ab.

Softwareauswahl
Hier haben wir die Wahl, was für uns installiert werden soll.
Je nach gewünschtem Einsatzgebiet kann man hier die passenden Optionen auswählen. Immer zu empfehlen sind Standard-Systemwerkzeuge und SSH server. Der Rest kann als optional betrachtet werden. Generell: Weniger ist mehr! (Meine Konfiguration für die Spielwiese war bspw. Web server + SQL database + File server + Mail server + SSH server + Standard-Systemwerkzeuge).

Achtung!: Um sich späteres Rumgefummel oder gar eine erneute Installation zu ersparen sollte man hier genau überlegen was man braucht und was nicht (ich spreche aus Erfahrung). Auch sollte man die Finger zunächst tunlichst von der Enter-Taste lassen und stattdessen die Leertaste zum Auswählen der Punkte verwenden.

Bootloader
Ähnlich wie bei der Partitionierung kann man hier innerhalb der virtuellen Festplatte nicht viel kaputt machen. Wir installieren also den GRUB-Bootloader in den MBR mit Ja.

Abschluss
Nun sind wir fast am Ziel. Im auftauchenden Fenster wählen wir einfach Weiter und schauen beim Neustart zu.
GRUB sollte uns nun alsbald erscheinen und wir booten ins normale Debian.
Viel Spaß mit dem neuen System!
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